Sonntag, 18. Juni 2017

Unsere Dienstabende

"Ich weiß ja gar nicht, wann die üben und ob ich da Zeit habe."
"Ich werde ja nicht einfach am Übungsdienst auftauchen und im Weg stehen."
"Ich bin ja noch nicht volljährig."
"Dafür bin ich wohl zu alt."
"Ich weiß ja auch gar nicht, ob die mich überhaupt gebrauchen können."
"Ausgerechnet auf mich werden die gewartet haben."

Wir könnten noch unzählige "Ausreden" aufführen, um nicht mal zu einem Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr Weddingstedt zu kommen. Im Grunde haben wir noch nichts nicht gehört.
Und um ehrlich zu sein, verstehen wir oft viel besser, was unsere Nachbarn davon abhält, als man manchmal glauben möchte. Schließlich ging es vielen von uns Aktiven irgendwann vor der Feuerwehr nicht anders.

Deshalb hier mal ein paar Fakten:

  1. Bei uns kann man, wenn man körperlich gesund ist, ab dem 16. Lebensjahr und bis zum 67. an den Dienstabenden teilnehmen.
    Für unter 18 Jährige gelten ein paar Einschränkungen im Sinne des Jugendschutzes. Bei welchen Tätigkeiten genau, sie ggf. nur zusehen dürfen, oder auch mal ganz außen vorgelassen werden müssen, ist gesetzlich festgelegt. Manchmal entscheidet der Wehrführer aber auch, dass es weitere Tätigkeiten gibt, die für Jugendliche ungeeignet sind.

    Wer jünger ist (10 - maximal 27), kann Mitglied in der Jugendfeuerwehr werden.
  2. Wer einfach unangemeldet bei einem Dienstabend auftaucht, wird ganz sicher NICHT weggeschickt. Ob man nun zuschauen, oder gleich mit anpacken möchte, - wir freuen uns über jedes neue Gesicht!

    Keine Sorge: Schutzkleidung haben wir in der Regel auch in der passenden Größe da. Und sich allein schon mal wie ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau anzuziehen, macht ja auch schon Spaß.
  3. In der Feuerwehr gibt es für JEDEN und JEDE eine Aufgabe.
    Egal, welchen Beruf man gelernt hat, ob man Schüler, Student, Arzt, Anwalt, Angestellter oder Arbeiter ist, egal, ob Mann oder Frau, in der Feuerwehr gibt es alle möglichen Tätigkeiten, in die man sich mit seinen individuellen Fertigkeiten einbringen kann.
  4. Wer sich entscheidet, dabei zu bleiben und in die Feuerwehr einzutreten, bekommt eine Grundausbildung, lernt die entsprechenden Feuerwehrdienstvorschriften kennen, die Aufgaben, Tätigkeiten und Handgriffe. Alles in einer sehr kameradschaftlichen Atmosphäre.

    Druck gibt es nachher bei den Einsätzen noch genug und damit wir alle in solchen Momenten gut zusammenarbeiten und eben nicht in Stress verfallen, lassen wir uns mit der Ausbildung auch Zeit.

    Wir üben regelmäßig und konzentriert und helfen uns gegenseitig, Erlerntes zu vertiefen.

    "Was du beim Üben langsam kannst, kannst du im Einsatz auch schnell."

    Übrigens war der älteste Teilnehmer an einer Grundausbildung in unserem Amtsbereich Heide und Heider Umland im Frühjahr 2015 schon 60 Jahre alt. Die jüngsten waren gerade 16.
  5. Die kommenden Dienstabende und anderen Übungsdienste findet Ihr in unserem Dienstplan.